Vom Pulver zum festen Bauteil

Sintern als Fertigungsverfahren für metallische Bauteile kann für Werkstücke einfacher Geometrie herangezogen werden. Kompakte Zahnräder, Ritzel, Lager oder Gehäuse können einbaufertig mit Wärmebehandlung, ohne mechanische Nacharbeit produziert werden.

Das Sintern ermöglicht eine Formgebung, ohne das Material auf seine Schmelztemperatur zu erhitzen. Dabei wird das Metallpulver (teilweise mithilfe von Zusätzen z.B. Wachsen) in Matrizen unter hohem Druck (10-1.000 Tonnen) zu Grünlingen gepresst und daraufhin bei Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur gesintert. Dabei wachsen die Pulverpartikel an ihren Berührungsflächen zusammen und das Werkstück erhält seine Endeigenschaften. Gesinterte Werkstücke erreichen eine Dichte bis 98 %. Durch einen finalen Kalibrierschlag weisen die Werkstücke eine hohe Maßgenauigkeit auf. Das Verfahren ist nur für Bauteile mit simplen Geometrien geeignet. Zum Beispiel Zahlenräder, Stützringe, Kugellagerringe, etc.

Fertigungsverfahren

Pulverherstellung

Metallisches Pulver wird durch Wasserverdüsung hergestellt. Durch die schnelle Abkühlung kommt es zu spratzigem Pulver, das sich beim späteren Pressen mechanisch verhaken kann.

Mischen

Pulver werden im Verhältnis der Wunschlegierung miteinander vermischt.

Pressen

Mit mehreren Presstempeln wird das Pulver in Matrizen unter hohem Druck zu Grünlingen verpresst.

Sintern

Grünlinge werden bei 70 – 80 % der Schmelztemperatur gesintert.

Kalibrieren

Durch den finalen Kalibrierschlag werden kleinste Ungenauigkeiten beseitigt und die Maßgenauigkeit stark erhöht.

Qualitätskontrolle

Das Bauteil wird auf Einhaltung der Zeichnungsvorgaben und Werkstoffeigenschaften geprüft.

Sinterteile

  • Größe: 26 x 26mm

Vorteile

  • keine mechanische Nachbearbeitung
  • wirtschaftlich bei hohen Stückzahlen
  • enge Maßtoleranzen
  • kein Materialüberschuss

Branche

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