Druckguss – dünne Teile dick im Geschäft

Mit dem Druckguss-Verfahren können Bauteile aus niedrigschmelzenden Legierungen hergestellt werden. Wirtschaftlich lohnt sich das Verfahren bei großen Serien. 

Beim Druckguss wird das flüssige Metall durch einen Kolben in eine geteilte Dauerform geschossen. Die zum Teil sehr hohen Druckbelastungen erlauben auch sehr dünnwandige und komplexe Bauteile ohne Qualitätsverluste. Die Form wird selbst bei großen Teilen in Bruchteilen einer Sekunde gefüllt, wodurch kurze Taktzeiten realisiert werden. Da die mitunter sehr komplizierten Druckgießwerkzeuge (teilbare Dauerformen) aus Werkzeugstahl bestehen, können nur Metalle mit niedrigem Schmelzpunkt gegossen werden – also Aluminium, Zink und ihre Legierungen.

Der Druckguss ist bei ausreichender Seriengröße das wirtschaftlichste aller Gießverfahren für Alu-Legierungen.

Fertigungsverfahren

Aufschmelzen

Die offene Gießkammer wird mit dem schmelzflüssigen Metall gefüllt.

Werkzeug Füllung

Durch den hydraulisch angetriebenen Gießkolben wird die Schmelze mit mehreren Metern pro Sekunde in das Gießwerkzeug geschossen.

Erstarrung

Die Schmelze erstarrt mit Nachdruck, um Lunker und Porosität zu vermeiden.

Entnahme

Das Gießwerkzeug, das aus mindestens zwei Hälften besteht, öffnet sich und das Gussstück wird ausgeworfen.

Nachbearbeitung

Mögliche Nachbearbeitung besteht aus Abschleifen des Angusses, Oberflächenbearbeitung, Gewindeschneiden, Eloxieren, etc.

Qualitätskontrolle

Das Bauteil wird auf Einhaltung der Zeichnungsvorgaben und Werkstoffeigenschaften geprüft.

Materialien

  • Al: AlSi9Cu3(Fe), AlSi10Mg(Fe), AlSi12(Fe), …
  • Mg: AZ 91, …
  • Zn: ZAMaK-Legierungen

Vorteile

  • dünnwandige Bauteile realisierbar
  • komplexe Geometrien realisierbar
  • hohe Oberflächengüte
  • bei großen Serien wirtschaftlichstes Gießverfahren

Branche

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